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- basiert auf lerntheoretischen Erkenntnissen, nach denen problematisches, bzw. gestörtes Verhalten erlernt, aber auch durch besondere Interaktions- und Kommunikationsmuster wieder verlernt werden kann.
- Die Eltern sowie die Kinder oder Jugendlichen lernen unter gezielter Anleitung und Information mit der besonderen Problematik umzugehen und neue, effektivere Wege einzuschlagen.
- Durch den Einsatz der Videokamera in Spiel- Lern- Planungs- und Konfliktsituationen lernen die Eltern und die Kinder eigenes Verhalten zu reflektieren und zu ändern.
- In gezielten Situationen wird effizientes Verhalten trainiert und geübt.
- Das Intensiv - Elterntraining ist problemorientiert, die Vorgehensweise zielführend.
- Anamnese
- Problembeschreibung
Aus der Sicht der Eltern
Aus der Sicht des Kindes /Jugendlichen - Videodiagnostik
Standardsituationen: Spielen, Lernen, Planungs- Konfliktgespräch sowie Körperkontakt - Nachbesprechung der Standardsituationen, Definition des Problems.
Schulung der eigenen Wahrnehmung also auch der Kinder.
Vermittlung Lerntheoretischer Grundlagen auf das Problem bezogen - Erste Übungseinheiten zum neuen, zielführenden Handeln
Jeweils Nachbesprechung, Neuorientierung, Feineinstellung der Übungseinheiten - Definition des konkreten Übungsauftrags für die Familie, zu üben im Verlauf einer Woche
- Überprüfung des Übungsauftrags anhand einer Videoaufnahme
- Übungen zur Weiterarbeit
- Neuorientierung und Auftragsdefinition
- Aggressives Verhalten
- Lernstörungen
- Soziale Unsicherheit
- Ängste verschiedenster Art
- Enuresis / Enkopresis
Das von Frau Dr. Affolter entwickelte Konzept ist ein neurophysiologisches Therapiekonzept und eignet sich besonders für die Behandlung von neurologisch betroffenen Patienten jeden Alters, die aufgrund ihrer Hirnschädigung unter Wahrnehmungsstörungen leiden.
Das therapeutische Führen nach Affolter wird besonders bei schwer betroffenen Patienten eingesetzt. Im klinischen und ambulanten Bereich ist das Konzept eine gute Ergänzung zu anderen Therapiemethoden und -verfahren.
Bei diesem Konzept geht es darum, hirngeschädigte Menschen führenderweise in ihren Alltag zu begleiten.Beim Führen nach Affolter erspürt der Patient gemeinsam mit dem therapeutischen Begleiter Alltagsgeschehnisse mit dem Ziel, diese gewonnenen Wahrnehmungsinformationen zu ordnen, um Erkenntnisse über sich und die Umwelt hervorzurufen.
Bei den wissenschaftlichen Studien von Frau Dr. Affolter und ihren Mitarbeitern handelt es sich um eine fundierte Therapiemethode, die mittlerweile fast 30 Jahre erprobt wurde und sich hervorragend bewährt hat, da sie sich mit den anderen Therapiekonzepten gut vereinbaren lässt.
Durch die Anleitung der Bezugspersonen des Betroffenen werden diese intensiv in die Therapie mit einbezogen.
Die Basale Stimulation, ein von dem Sonderpädagogen Prof. Dr. A. Fröhlich entwickeltes Konzept, möchte vor allem Menschen mit sehr niedrigem Entwicklungsalter Angebote machen, mit Zielen, die die schwerstbehinderten Menschen auch erreichen können und die förderlich auf die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit wirken.
Anknüpfend an Erkenntnisse hinsichtlich vorgeburtlicher Erfahrungen und Fähigkeiten von Menschen und der Säuglingforschung werden bei den schwerstbehinderten Menschen jeden Lebensalters in direkter Zugewandtheit körpernahe Therapiemaßnahmen eingesetzt, die vor allem das Körpererleben beeinflussen wollen.
Verschiedene Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Kommunikationsangebote soolen dazu beitragen, den behinderten Menschen ganzheitlich anzusprechen und ihm zu helfen, eigene kleine Entwicklungsschritte zu vollziehen.
Die Behandlung Erwachsener umfasst die Anbahnung und das Wiedererlernen von Bewegungen und Funktionen mit dem Ziel, wieder einen größtmögliche Selbständigkeit bei der Erfüllung der täglichen Anforderungen und der Intergration in die gewohnte Umgebung bzw. den Beruf zu erreichen.
Ergotherapeuten transferieren dieses Behandlungskonzept in den Alltag des Patienten. Sie nutzen gezielte Aktivitäten, um Ziele wie z.B. die Bewegungskontrolle beim Anziehen anzubahnen.
Dem Akutstadium kommt eine große Bedeutung zu. Es sollte so früh wie möglich mit der ergotherapeutischen Behandlung begonnen werden. Alle Beteiligten müssen ganzheitlich und alltagsnah zusammenarbeiten.
Die neurophysiologische Arbeitshypothese von Bobath besteht in der Annahme, daß die Beeinträchtigung von Kindern mit zerebraler Bewegungsstörung vor allem durch die gestörte Haltungskontrolle gegenüber der Schwerkraft verursacht ist.
Die ganzheitliche Sichtweise betont das Kind in seiner Gesamtpersönlichkeit und nicht als Objekt mit isolierten Funktionsausfällen und Defiziten. Dabei wird der Motorik eine zentrale Bedeutung in der Gesamtentwicklung des Kindes beigemessen. Bewegung erfordert keine isoliert reagierenden Muskeln oder Muskelgruppen, sondern eine Koordinationsleistung des Gehirns.
Motorisches Lernen kann nur im täglichen Handeln des Kindes erfolgreich sein. Die kindliche Entwicklung wird durch eine ständige Anpassung von Sensomotorik, Neugier und Kognitionsverhalten an die unterschiedlichsten Situationen gefördert.
Neugierde, variierende Wiederholungen und Ausprobieren sind dabei die Voraussetzungen für flexible Handlungsstrategien. Der Alltag wird erobert, entdeckt und bewältigt, das Kind lernt Ursache und Wirkung zu erkennen sowie Zusammenhänge herzustellen.
Arbeit mit den Eltern (Elternberatung-/training)
"Der Mensch als tätiges Wesen" steht im Mittelpunkt ergotherapeutischer Interventionen. Pädiatrische Ergotherapie kann nicht auf die Handlungs- und Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern schauen, ohne die Eltern als zentrale Bezugsperson in den therapeutischen Prozess mit einzubinden. In der frühen Kindheit haben Eltern den elementarsten Einfluss auf ihre Kinder und deren Lebenswelt. Die Eltern-Kind-Bindung nimmt Einfluss auf die sensomotorische (Bewegung und Wahrnehmung), psychosoziale und kognitive Entwicklung des Kindes. Die Wirksamkeit einer pädiatrischen Therapie erhöht sich somit, wenn die Eltern in die Therapie mit eingebunden sind. Die Zusammenarbeit mit den Eltern innerhalb therapeutischer Kontexte ist uns deswegen wichtig.
In unserer Arbeit mit den Kindern ist die Zusammenarbeit mit den Eltern fester und unerlässlicher Bestandteil der Therapie. Zu Beginn der ergotherapeutischen Maßnahme erfolgt mit den Eltern und dem Kind das Erstgespräch. Es werden die Ressourcen und die Problembereiche in der kindlichen Entwicklung erörtert und die daraus resultierenden Förderbereiche und Behandlungsziele festgelegt. Die ganzheitliche Erfassung des Kindes erfolgt in den Bereichen Bewegung, Wahrnehmung, Sprache, Emotionalität und soziale Interaktion. Die Selbständigkeit im Alltag, das Spielen und Lernen, sowie die Entspannung in der Freizeit werden detailliert erfasst. Gemeinsam mit den Eltern werden die vorhandenen Entwicklungsbedingungen besprochen und bei Bedarf Möglichkeiten der Veränderung erarbeitet. Die Diagnose und der Auftrag des Arztes auf der Verordnung, bilden die Grundlage unserer therapeutischen Vorgehensweise. Zusätzlich wird ein Anamnese- und Alltagsbeobachtungsbogen von den Eltern ausgefüllt. In den Therapieverlauf sind die Eltern eng mit eingebunden. Regelmäßige Übungen für zu Hause, die sich aus den Therapiesettings ergeben, werden besprochen und reflektiert. Am Ende einer Rezeptfolge erfolgt ein ausführliches Gespräch über den Behandlungsverlauf und die weitere Vorgehensweise.
Im Elterntraining arbeiten wir nach verhaltenstherapeutischen Konzepten, die eine Interaktionsdiagnostik und -therapie beinhalten.
Interaktive Bedingungen können z.B. der Erziehungsstil, die Eltern als Modell für kindlichen Willen, Motivation und Handlungsmöglichkeiten, die Eltern als Aufgabensteller, die Eltern als Zeitplaner ihrer Kinder etc. sein. Als soziale Faktoren lassen sich z.B. die räumlichen, sächlichen, materiellen Möglichkeiten, Anerkennung und die Integration innerhalb des sozialen Umfeldes aufzeigen.
Die Unterstützung und Stärkung der Elternkompetenz im Vergleich zu rein beübenden, therapeutischen Aufträgen am Kind, führt zu nachhaltigeren und effizienteren Therapieresultaten.
Wir arbeiten überwiegend mit dem "IntraActPlus-Konzept" nach Dr. Jansen / Streit, und beziehen noch die Konzepte von Born und Oehler, Britta Winter, Döpfner und Laut / Schlottke mit ein. Die Bereiche Spielen, Lernen, Planungsgespräch, Konfliktgespräch und Körperkontakt mit Eltern und Kind (optimal mit ganzer Familie) werden mit Hilfe von Video (unbewusstes Verhalten sichtbarer machen) analysiert und gemeinsam bearbeitet.
Es geht hierbei um nachfolgende Schwerpunkte:
- Planungs - und Ausführungsstruktur des Familienalltags
- Automatisieren von sinnvollen und förderlichen altersentsprechenden Betätigungen und Handlungen
- Aufbau einer günstigen Eigensteuerung des Kindes durch fördernde Signale sowie richtige Lernwege und Aufgabenstellungen
- Angemessener Umgang der Eltern bei Widerständen und Machtkämpfen ihres Kindes
- Allgemeine Lernstrategien, die Lernen schneller und effektiver machen
- Vermittlung von positiven Rückmeldungen, um erwünschtes Verhalten zu bestärken
- Grenzsetzungen und Konsequenzen bei störendem Verhalten
Für Säuglinge und Kleinkinder (0 - 3 Jahre) orientieren wir uns zusätzlich nach der interaktionszentrierten Elternberatung und Therapie von Frau Prof. Papoussek.
Inhalte sind die Diagnostik, Prävention, Beratung und Therapie von frühen Störungen in den Bereichen:
- Verhaltensregulation
- vorsprachliche Kommunikation
- Eltern-Kind-Beziehung und Entwicklungsverzögerung
Literaturempfehlungen:
- "Positiv Lernen" von Dr. Jansen / Streit
- "Kinder fordern uns heraus" von Dreikurs und Soltz
©Christa Seidel, Starnberg
Einführung
Marianne Frostig gilt als eine Pionierin auf dem Gebiet der Diagnostik, Pädagogik und Therapie von Kindern mit Lernstörungen. Selber vielseitig als Pädagogin, Psychologin, Sozialarbeiterin und Rhythmiklehrerin ausgebildet, gründete sie 1951 in Los Angeles (Kalifornien) das Marianne Frostig Center of Educational Therapie und entwickelte dort, und später in Pasadena, Test- und Therapieprogramme in den Bereichen von Bewegung und Wahrnehmung. Diese Test- und Therapieprogramme und ihr Konzept fanden große internationale Beachtung und Anerkennung und werden noch heute in vielen Ländern angewendet. So gehört der Frostigs Entwicklungstest der visuellen Wahrnehmung FEW nach der deutschen Restandardisierung durch O. Lockowandt 1972 und der statistischen Bearbeitung von W. Dacheneder (T-Werte) jetzt in der 9. Auflage (2002) zu den in Deutschland am häufigsten verwendeten psychodiagnostischen Testverfahren. Inzwischen gibt es eine Revision des FEW, die in den USA entwickelt wurde, den DTVP 2 (Developmental Test of Visual Perception). Eine deutsche Nomonierung ist in Vorbereitung.
Das Frostig-Kopzept wurde jedoch auch in methodischer Verengung und einer einseitigen Betonung der Bedeutung der visuellen Wahrnehmung missverstanden und entsprechend kritisiert. Heute zählt das "Frostig-Center" in Pasadena zu den international führenden Einrichtungen zur Diagnostik, Pädagogik und Therapie von Kindern und Jugendlichen mit Lernstörungen.
Auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern (z.B. in Schweden, Österreich, Rumänien, Ungarn) wird das Frostig-Konzept heute mit Erfolg in heilpädagogischen, sonderpädagogischen, kinderpsychiatrischen, klinisch-psychologischen und therapeutischen Einrichtungen eingesetzt, in zunehmendem Maße auch im Sinne einer primären Prävention in Kindergärten, in Vorschulen und in Grundschulen. Lernbehinderte oder geistig behinderte Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen werden in Deutschland ebenso nach diesem Konzept gefördert oder therapiert wie durchschnittlich oder überdurchschnittlich begabte Kinder und Jugendliche. Es wurden inzwischen der erste Marianne-Frostig-Kindergarten in Detmold und die ersten beiden Marianne-Frostig-Schulen in Offenbach am Main (private Einrichtung mit Grund- Hauptschul- und Realschulklassen) und in Dorndorf, Thüringen, Staatliches Förderzentrum) gegründet und arbeiten nach dem Frostig-Konzept.
Für Säuglinge und Kleinkinder (0 - 3 Jahre)
(nach dem Modell der Münchner Sprechstunde für Schreibabys)
Inhalte
Diagnostik, Prävention, Beratung und Therapie von frühen Störungen
- der Verhaltensregulation
- der vorsprachlichen Kommunikation
- der Eltern - Kind - Beziehungen
- bei Entwicklungsverzögerungen
Häufige Symptomatik: exzessives Schreien im 1. Lebenshalbjahr, Schlafstörungen, Fütter-, Ess- und Gedeihstörungen, Störungen von Bindung, Exploration und Autonomie
Grundlagen und Diagnostik:
- ausführliches Elterninterview
- Entwicklungsdiagnostik
- Kommunikations- und Beziehungsdiagnostik
- Untersuchung der Spielentwicklung
- Untersuchung der motorischen Entwicklung und der Wahrnehmungsverarbeitung
- Videoaufnahme und Analyse der Eltern - Kind - Interaktion (das Problem gibt den Inhalt der Videosequenz vor).
Mit Hilfe von videogestützter Interaktionsanalyse mit Eltern und Kind können aus distanzierter Position verschiedene Ebenen gleichzeitig beobachtet und fokussiert werden, positive Sequenzen können herausgearbeitet werden, das direkte Erleben wird durch Verlangsamung und Wiederholung der Videosequenzen bewußter erfahren. Die daraus resultierende Beratung und Interaktionsanleitung basiert auf einer systemischen Sichtweise.
Im Zentrum steht die Qualität der Eltern - Kind - Kommunikation, die schon sehr früh als belastend und verunsichernd erlebt werden kann. (zB. bei exzessivem Schreien, Fütterproblemen, Frühgeburten, Wach-Schlaf-Regulationsstörungen im Säuglingsalter). Im Baby- und Kleinkindalter zeigen sich in der Interaktion Verunsicherungen zu den Themen Bindungsfähigkeit - Autonomie und Explorationsverhalten. Die Erfahrung zeigt, dass sich bei fehlender Intervention schnell hemmende bis pathologische Interaktionsmuster festigen, welche im späteren Verlauf nur noch schwer zu beeinflussen sind.
Die Eltern erhalten in dieser frühen Begleitung Hilfestellungen, das Verhalten ihres Kindes besser zu verstehen, um so wieder Zugang zu erhalten zu ihrer natürlichen elterlichen Kompetenz. Aufgrund der in der Regel sehr guten Motivation der Eltern in der Zusammenarbeit kann mit einer hohen Erfolgsquote bei relativ kurzen Behandlungszeiten gerechnet werden.
Unter tiefenpsychologisch orientierter Gestaltungstherapie versteht man eine Therapie mit bildnerischen Mitteln. Sie wird, soweit die Therapeuten dazu berechtigt sind, in ambulanten Praxen in die Therapie einbezogen.
Die Techniken und Methoden der Gestaltungstherapie eignen sich, entsprechend variiert, für Kinder und Erwachsene. Einen besonderen Schwerpunkt hat die Gestaltungstherapie im Bereich struktureller Ich-Störungen wie narzisstischen Persönlichkeitsentwicklungen, psychosomatischen Leiden und Borderline-Erkrankungen, in der die präverbale Beziehung und das averbale Ausdruckserleben vorrangige Bedeutung haben.
Die Gestaltungstherapie basiert auf den theoretischen Modellen der Psychoanalyse, insbesondere der Ich-Psychologie und der Objektbeziehungstheorie sowie den Erkenntnissen der Analytischen Psychologie (C.G.Jung) und der Kreativitätstheorie.
Die bildhafte Gestaltung wird grundsätzlich in Beziehung zur Therapie betrachtet. Ihr Entstehungsprozess, ihre Form und Struktur wird als Ausdrucksträger der psychischen Innenwelt des Patienten verstanden. Sie wird durch das Medium der bildhaften Gestaltung sichtbar und einer therapeutischen Bearbeitung zugänglich gemacht. Durch den gestalterischen Prozess wird ein Vorgang der seelischen Strukturierung und Selbstorganisation ermöglicht.
Therapieangebote der Hand-Rehabilitation:
- Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
- Frakturen der oberen Extremität
- Arthrotische Erkrankungen
- Neuromuskuläre Erkrankungen
- Hilfsmittelberatung
- Schienenversorgung
- Gelenkschutzberatung
In der Kleingruppe mit 4 – 6 Kindern / Jugendlichen trainieren die Teilnehmer günstigere Steuerungen aufzubauen, sich durch ihr Verhalten nicht selbst ins Abseits zu stellen, motiviert mitzuarbeiten, sich angemessen diszipliniert verhalten können und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.
Prinzipien des Gruppentrainings:
- Regeln einführen und einhalten (siehe Rückseite)
- Klare Handlungsstrukturen vorgeben
- Aufmerksamkeit, Lob, und angemessene Grenzsetzung
- Feedback für ungünstiges und günstiges (Lern) Verhalten
- Zum Sprechen anregen und „inneres Sprechen“ fördern
- Motivierende Materialien und Spiele verwenden
- Eigen – und Fremdwahrnehmung trainieren
- Erfolgserlebnisse schaffen
Inhalte des Gruppentrainings:
- Soziale Kompetenz:
- Begrüßung im Blickkontakt
- Regelbesprechung und Reflektion für den Alltag
- Bewegungsspiele und Entspannung
- Wahrnehmungstraining in Partnerarbeit mit Einsatz der Ziehleiste (Feedback im Sekundenfenster)
- Rollenspiele, videounterstützt mit gemeinsamer Analyse
- Feedbackrunde mit Selbst- und Fremdbeurteilung, Punktevergabe Abschluss mit gemeinsamer Verabschiedung
- Schulische Basisfertigkeiten
- Visuelle / auditive Wahrnehmung
- Graphomotorik
- Merkfähigkeit / Gedächtnis
- Konzentration / Ausdauer/ Eigensteuerung
Wir arbeiten mit folgenden Konzepten und Methoden:
- Marburger Konzentrationstraining / Krowatschek
- IntraActPlus Konzept/ Jansen / Streit
- ATTENTIONER - Aufmerksamkeitstraining / Petermann & Jacobs
- Training mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern / Lauth-Schlottke
- THOP Therapie für Kinder bei hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten
- REMINDER Training für Kinder mit Gedächtnisstörungen / Petermann
Elterngespräche über den Verlauf in der die Grundlage für den Transfer der Therapieinhalte in den Alltag. Für zu Hause sind klare Aufforderungen, das nicht Unterstützen von Vermeidungsverhalten wie Widerstand und Machtkampf, sowie die positive Rückmeldung bei sichtbarer Anstrengung, sehr wichtig.
Definition
Intra = Die Kommunikation aller in die Therapie mit einbezogenen Personen
Act = Aktives Handeln und aktive Veränderung
Plus = Einzelne Bausteine, die das Gesamtkonzept ausmachen.
Diese Grundbausteine beinhalten Gesetzmäßigkeiten oder Vorgehensweisen, die für alle Lerninhalte zutreffen und für alle Altersbereiche gelten.
Das IntraActPlus-Konzept ist ein verhaltenstherapeutisch orientierter Therapie- und Interventionsansatz, der von Jansen und Streit auf der Basis von Ergebnissen der psychologischen Grundlagenforschung seit mehr als 20 Jahren ständig weiterentwickelt wird. Das IntraActPlus-Konzept deckt den gesamten Altersbereich vom Baby über den Jugendlichen bis zum Erwachsenen ab. Damit liegt ein besonderer Arbeitsschwerpunkt in der Prävention von seelischen Störungen. Das IntraActPlus-Konzept umfasst:
1. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen:Eine positive Beziehung zwischen den Kindern und ihren Bezugspersonen steht als wichtigstes Oberziel im Mittelpunkt aller Maßnahmen. Gleichzeitig dient Beziehung auch als technisches Mittel. Beziehung ist der wesentliche Schlüssel für die Übergabe von Werten und Zielen an die nächste Generation und unabdingbar für den Bereich von Motivation und positiver Eigensteuerung in den verschiedensten Lebensbereichen.
Die präzise und sekundengenaue Videoarbeit des IntraActPlus-Konzepts ermöglicht eine schnelle Bewusstmachung von unbewusstem Verhalten und unbewussten Beziehungssignalen und somit eine schnelle und genaue Problemanalyse. Gleichzeitig bietet eine bildlich unterstützte Gesprächsführung allen am Therapieprozess Beteiligten die Möglichkeit, Zusammenhänge selbst mit den eigenen Augen sehen zu können. Dies führt sowohl auf Seiten der Bezugspersonen als auch auf Seiten der Kinder und Jugendlichen zu einer besonders hohen Zustimmung und Mitarbeit. In den Therapie- und Interventionsprozessen werden nach Möglichkeit - und wenn nötig - alle Bezugspersonen einbezogen: Eltern, Verwandte, Erzieher/-innen, Lehrer/-innen, Therapeut/-innen, freiwillige Helfer/-innen und Mitarbeiter/-innen von kindbezogenen Einrichtungen wie etwa Hort und Schule.
2. Für Erwachsene:Die ausgefeilte Videoarbeit ermöglicht ein extrem effektives Arbeiten.Bewusstes wie auch unbewusstes Verhalten kann damit äußerst schnell von allen Beteiligten erfasst und wenn nötig verändert werden.
Buch:- „Positiv Lernen“ Dr. Jansen / Uta Streit, Springer-Verlag
Wir lernen unser ganzes Leben - erfolgreich lernen wir nur, das gilt für alle Lebensbereiche, wenn unsere Oberziele dies unterstützen. Ziele haben einen enormen Einfluss auf das gesamte Lernverhalten. Sie können eine positive Eigensteuerung aufbauen oder diese zerstören.
Ein Beispiel:
Ein Kind schreibt mit seinem Vater ein Diktat. Es strengt sich sehr an, daher macht es in vielen Fällen die Groß- und Kleinschreibung richtig, Es erinnert sich auch bei vielen Wörtern an die richtige Schreibweise. Anschließend verbessert der Vater das Diktat. Mit einem Rotstift unterstreicht er alle falsch geschriebenen Wörter. Dazu sagt er z.B.: "Jetzt hast du "Fahrrad" schon wieder falsch geschrieben. Dabei haben wir das doch letzte Woche erst geübt!" oder "schön wird doch klein geschrieben, ich glaube, das wirst du nie lernen" oder "du hast wirklich ein Gedächtnis wie ein Sieb." Der Rotstift wandert von einem falschen Wort zum nächsten. Richtig geschriebene Wörter werden übersprungen. Zum Schluss zählt der Vater die Fehler zusammen und sagt:"8 Fehler, und dabei war das ein sehr leichtes Diktat. Jetzt üben wir schon so lange, und Du machst immer noch so viele Fehler." Seine Enttäuschung drückt der Vater auch im Gesicht, in der Stimme und mit anderen Beziehungssignalen aus. Auch dadurch, dass er nicht das Kind, sondern das Heft anschaut.
Der Vater ist engagiert, bemüht, lernt mit seinem Sohn, dennoch baut er mit seinen Beziehungssignalen unbewusst eine ungünstige Selbststeuerung auf; sein Kind lernt negative Selbstbewertungen wie z.B.
- Ich mache viele Fehler
- Auch wenn ich mich anstrenge mache ich viele Fehler
- Ich habe ein schlechtes Gedächtnis
- Es ist aussichtslos, ich werde es nie lernen
- Diktate sind doof
Ungünstige Selbstbewertungen beeinflussen die Eigensteuerung im Lern- und Arbeitsverhalten, führen oft zu Lern - und Leistungsstörungen, wie Flüchtigkeitsfehler im Diktat, Fehler beim Abschreiben von der Tafel, Vergesslichkeit, Hausaufgaben, die viel zu lange dauern, Stress in der Familie, miteinander Spaß haben wird schwieriger, ist manchmal nicht mehr möglich.
Literatur: "Positiv Lernen" Jansen/Streit
Diese Beratung erfolgt über eine Zusatzausbildung von sechs Seminarblöcken und wird von der Praxis als Grundlage für eine qualitative Händigkeitsabklärung gesehen.
MitarbeiterInnen verfügen über einzelne Bausteine.
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Bestimmung der Händigkeit - Test- und Beobachtungsmöglichkeiten
- Wie geht man mit angeblichen "Beidhändern" um?
- Primär- und Sekundärfolgen bei Umschulung der Händigkeit
- Rückschulung der Händigkeit bei Kindern und Erwachsenen - Chancen und Gefahren
- Haltung beim Schreiben, Schneiden und anderengrundlegenden Tätigkeiten mit links
- Arbeitsplatzanordnung und Gebrauchsgegenstände - ergonomische Fragestellungen
- Elterngespräche über die Händigkeit des Kindes
- Hinweise zu beruflichen Entscheidungen von Linkshändern
Das kognitiv therapeutische Konzept nach Professor Perfetti ist ein neurophysiologisches Verfahren und wurde für Patienten mit Zustand nach Apoplex entwickelt. Der italienische Professor Carlo Perfetti, Facharzt für Neurologie und Leiter eines Rehabilitationszentrums in Italien, war mit den Ergebnissen der bisherigen Behandlungsmethoden nicht zufrieden.
Seiner Ansicht nach wurde in der Therapie zu wenig Wert auf die aktive Aufmerksamkeit des Patienten und das Ziel der Bewegung gelegt. Anfang der siebziger Jahre begann er mit der Entwicklung seines Konzepts, das sich nach wie vor noch immer in der Weiterentwicklung befindet.
Wissenschaftliche Erkenntnisse und moderne bildgebende Verfahren sind die Grundlage für sein Konzept, welches sich an der physiologischen Funktionsweise des Gehirns und den diversen Möglichkeiten der Reorganisation orientiert.
Dr. J. Ayres (1920-1988), eine amerikanische Ergotherapeutin und Psychologin, war die Begründerin des Konzeptes der Sensorischen Integrationstherapie. Sie hat in einem Forschungsprojekt die Ursachen von Lernstörungen bei Kindern untersucht.
Die Ergebnisse dieser Forschung zeigten eine Häufung von Verarbeitungsstörungen der Sinneswahrnehmung bei einem großen Teil von Schulkindern mit den verschiedensten Lernproblemen. Sensorische Integration gehört zur normalen Entwicklung. Die Verbindung und Verarbeitung von Berührung, Bewegung, Körperhaltung, Riechen, Schmecken, Tasten, Hören und Sehen ist die elementare Grundlage von Handeln, Sprechen und Lernen.
Alle über die Sinnessysteme aufgenommenen Informationen werden "integriert". Das bedeutet, sie werden im Nervensystem und Gehirn weitergeleitet, verarbeitet und gedeutet, sodass sie in sinnvolle, der jeweiligen Situation angemessene Handlungen umgesetzt werden können.
Jean Ayres entwickelte einen speziellen Test zur Evaluation sensorisch integrativer Dysfunktionen.
Das Erbe Jean Ayres' wird stets nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auch mit verfeinerten Testverfahren und Behandlungstechniken weiterentwickelt.
Die Therapie des Facio-Oralen Traktes (nachfolgend F.O.T.T.™ abgekürzt) entstand Anfang der 70er-Jahre. Kay Coombes, Speech- and Language Therapist und Bobath-Tutor aus England, konzipierte basierend auf der Zusammenarbeit mit Karel und Bertha Bobath diesen neurophysiologischen Ansatz zur Befundung und Behandlung von Patienten, die nach einer Hirnschädigung ausgeprägte Beeinträchtigungen bezüglich ihrer Gesamtmototrik (Haltung und Bewegung) und Körperwahrnehmung zeigen; vielfach weisen der Schluckvorgang, die verbale und nonverbale Kommunikation sowie die Atmung typische Symptome auf, die dem veränderten Gesamttonus, der abnormen Reflexaktivität sowie der gestörten Sensibilität zuzuschreiben sind.
Das Konzept versteht sich als ganzheitlicher und alltagsbegleitender Ansatz für den Patienten.
Die Kontinuität der Therapie im Alltag wird durch interdisziplinäre Zusammenarbeit aller mit dem Patienten arbeitenden Berufsgruppen hergestellt (Ergotherapeuten, Sprachtherapeuten, Pflegende, Mediziner und Physiotherapeuten). Die Angehörigen des Patienten werden ebenfalls in den Rehabilitationsprozess integriert und angeleitet. F.O.T.T.™ verfolgt das Ziel, dem Patienten trotz seiner multiplen Störungen zu möglichst normaler Bewegungserfahrung zu verhelfen und sensomototrisches Lernen zu ermöglichen. Inhaltliche Schwerpunkte der Therapie liegen im Bereich der Nahrungsaufnahme, der Mundhygiene sowie der Atmung, Stimme und Mimik (verbale und nonverbale Kommunikation).
